Niedrigenergiehaus

Niedrigenergiehaus: Definition, Vorteile und Anforderungen

Gut gedämmt, langlebig und effizient.

 

Noch vor wenigen Jahren galt es als besonders fortschrittlich, in einem Niedrigenergiehaus zu wohnen. Heute wird ein Niedrigenergiehaus bereits als Standard im Hausbau angesehen. Deshalb ist auch jedes Perndorfer-Haus automatisch ein Niedrigenergiehaus.

Was ist ein Niedrigenergiehaus?

Niedrigenergiehäuser und Niedrigstenergiehäuser sind Gebäude, die aufgrund vorgegebenen Baustandards, wie ein ausreichend gedämmtes Dach und gedämmte Außenwände sehr energieeffizient sind. Sie haben einen Heizwärembedarf von höchsten 30 bzw. 36 kWh/m2 pro Jahr. Der Haustyp ist dabei nicht ausschlaggebend ob ein Haus ein Niedrig- oder Niedrigstenergiehaus ist oder nicht. Sie können ressourcensparend und umweltfreundlich genutzt werden. Der geringe Restbedarf an Energie soll durch erneuerbare Energiequellen – wie beispielsweise Solaranlagen oder Wärmepumpen – aus der Region abgedeckt werden. Niedrigstenergiehäuser sind im Grunde genommen dasselbe wie Niedrigenergiehäuser – es wurden die Energiestandards jedoch verschärft.

 

Fünf Vorteile von einem Niedrigenergiehaus 

P

Vor allem die Einsparungen bei den Heizkosten sind ein ausschlaggebender Grund, ein Niedrigenergiehaus zu bauen.

P

Zudem erzielen Häuser dieser Baustandards erfahrungsgemäß ein gutes Raumklima und eine sehr hohe Luftqualität. Dies ist den guten Dämmwerten und dem Lüftungssystem zu danken.

P

Hinzu kommt der Aspekt, dass sie natürlich auch sehr umweltschonend sind. Denn für den Restbedarf an Energie werden nur erneuerbare Energiequellen eingesetzt.

P

Solche erneuerbaren Ernergiequellen, wie zum Beispiel eine Solaranlage, können folglich auch noch für Gewinne durch die Stromerzeugung sorgen.

P

Darüber hinaus ist ein Niedrigenergiehaus beziehungsweise ein Niedrigstenergiehaus sehr zukunftsorientiert: Mit hohen Energiestandards berücksichtigt man bereits eventuelle, künftig noch strengere Anforderungen durch den Gesetzgeber. Weiters ist man ebenfalls unabhängiger von Preisschwankungen für Heizöl oder Gas.

 Nachteile

O

Häufig werden als Nachteil die höheren Baukosten angeführt. Diese werden durch den niedrigen Energieverbrauch und die damit verbundenen Heizkosten-Einsparungen aber problemlos in kurzer Zeit ausgeglichen.

Anforderungen für Niedrigenergiehäuser und Niedrigstenergiehäuser in Oberösterreich

Beim Neubau gibt es einige Faktoren, die man beachten muss:

N

Energiekennzahl/Heizwärmebedarf

Niedrigenergiehaus: ein Wert von höchstens 36 kWh/m²a
Niedrigstenergiehaus: ein Wert von höchstens 30 kWh/m²a
N

Hohe Dämmung

Auf niedrige U-Werte bei den Bauteilen und Außenteilen achten.
N

Erneuerbare Energien

Einsatz von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Solaranlagen für den Restwärmebedarf.
N

Wohnraumlüftung

Einbau eines Lüftungssystems mit Wärmerückgewinnung.

Zusätzliche Anforderungen für ein Niedrigstenergiehaus in Oberösterreich:

N

Kompaktheit

Möglichst rechteckiger Grundriss, um die Gebäudeoberfläche zu verringern. Erker, Loggien oder Dachaufbauten vermeiden. So können Wärmeverluste reduziert werden.
N

Südausrichtung

Sonneneinstrahlung durch Südlage nutzen und zwei Drittel der Fensterflächen nach Süden ausrichten. So können über die Fenster mehr Wärmegewinne als -verluste erzielt werden.
N

Absolute Luftdichtheit und Wärmebrückenminimierung

Luftdichtheit und Wärmebrücken mithilfe des Blower-Door-Tests und einer Thermographie gewährleisten.

Bitte beachten Sie, dass diese Anforderungen für Oberösterreich gelten und je nach Bundesland variieren können. 

 

Wärmebrücken

Skizze Wärmebrücken

Wärmebrücken im Haus sind Bereiche mit sehr niedriger Oberflächentemperatur. An diesen kühlen Stellen kondensiert die feuchte Raumluft, wodurch die Oberfläche ebenfalls feucht wird und Schimmelbildung auftreten kann. Wärmebrücken verursachen zudem einen höheren Heiz-/Energiebedarf im Gebäude.

Skizze Niedrigenergiehaus mit Wärmebrücken

Vor allem wo sich kleinere wärmeliefernde Flächen und größere wärmeabgebende Flächen gegenüberstehen finden sich Wärmebrücken. Beispielsweiße bei Innen- und Außendecken bei Vorsprüngen von Außenwänden oder wenn Materialien mit unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit eingesetzt werden, wie bei Fenster- und Türanschlüssen.

Wie viel kostet ein Niedrigenergiehaus von Perndorfer?

Perndorfer baut alle Häuser mit dem innovativen Thermowerk-Schalungssystem, das nach Aufbau mit Beton befüllt wird. Diese Massivbauweise schafft bereits beste Voraussetzungen in puncto Dämmung. Ein Perndorfer-Haus wird also immer mindestens dem Niedrigenergiehausstandard entsprechend errichtet.

Förderungen für ein Niedrigenergiehaus bzw. Niedrigstenergiehaus in Oberösterreich

Niedrigstenergiehäuser werden in Oberösterreich besonders gefördert. Um einen Förderantrag stellen zu können, wird unter anderem ein Energieausweis benötigt. Nähere Informationen zu den Fördermöglichkeiten für Ihr Eigenheim finden Sie beispielsweise beim Land Oberösterreich oder beim oberösterreichischen Energiesparverband.

Energieausweis

Der Energieausweis ist quasi ein Energie-Typenschein für Ihr Haus, den Sie erstellen lassen müssen. Er zeigt den Energiebedarf und die Energieeffizienz von Gebäuden.

Nähere Informationen zum Energieausweis in Oberösterreich finden Sie auf der Website vom Land Oberösterreich. Perndorfer unterstützt Sie selbstverständlich gerne bei der Erstellung Ihres Energieausweises.

Wodurch sich Niedrigenergiehäuser von Perndorfer auszeichnen

Gedämmte Fundamentplatte für ein Niedrigenergiehaus

Gedämmte Bodenplatte durch spezielles Dämmverfahren

Niedrigenergiehaus - Rohbau mit Thermowerk-Schalungssystem

Mit innovativem Thermowerk®-Schalungsystem gebaut

Einsatz von Beton als Baustoff

Einsatz von Beton als Baustoff für Generationen

Dachdämmung eines Niedrigenergiehauses - mit innovativem 3D-Panel-Dämmsystem

Beste Dachdämmung dank patentiertem 3Dpanel® Dämmsystem

Lexikon

Aufsparrendämmung

Bei der sogenannten Aufsparrendämmung (oder auch Aufdachdämmung) wird das Dämmmaterial – wie der Name schon verrät – direkt oberhalb der Sparren angebracht. Die Aufsparrendämmung lässt sich nur von außen installieren, weshalb sie zumeist bei Neubauten oder Neueindeckungen/Dachsanierungen angebracht wird. Mehr Informationen zu den Vor- und Nachteilen der Aufsparrendämmung finden Sie hier.

Blower-Door-Test

Mithilfe des Blower-Door-Tests (auch als Differenzdruck-Messverfahren bezeichnet) wird die Luftdichtigkeit von Gebäuden gemessen. Dieses Testverfahren dient dazu Lecks und undichte Stellen in der Gebäudehülle zu ermitteln und die Luftwechselrate zu bestimmen. Durchgeführt kann der Blower-Door-Test sowohl bei Neu- und Altbauten werden.

Für das Messverfahren wird im Gebäude mithilfe von Ventilatoren künstlich ein Über- bzw. Unterdruck von 50 Pascal erzeugt. Fenster und Außentüren werden geschlossen. Die durch die undichten Stellen strömende Luft wird dann gemessen. Der Wert der sich aus diesem Messverfahren ergibt, gibt Auskunft über die Luftdichtigkeit des Gebäudes.

Die Vorgaben hinsichtlich der Obergrenzen der Messwerte variieren von Bundesland zu Bundesland. Bei Passivhäusern darf dieser beispielsweise nicht höher als 0,6 sein.

Mit dem Blower-Door-Test werden nicht nur undichte Stellen in der Gebäudehülle identifiziert, basierend auf den Ergebnissen und Messwerten können Energieverluste reduziert und Energiekosten gesenkt werden. Zudem können für Altbauten exakte Sanierungsmaßnahmen abgeleitet werden.

Der Blower-Door-Test ist außerdem in einigen Bundesländern eine Voraussetzung für den Erhalt von Förderungen.

Dacharten

Beim Bau eines Daches gibt es viele verschiedene Möglichkeiten die Dachform zu gestalten. Diese entscheidet nicht nur darüber, wie ein Haus aussieht und wie es nach außen wirkt, sondern beeinflusst auch die Raumnutzung. Am häufigsten sind folgende Dachformen anzutreffen:

Satteldach
Satteldächer – zeitlos, klassisch und bewährt. Diese Dachform wird in Europa am häufigsten eingesetzt. Sie bietet den zentralen Vorteil, dass das Dach einfach und kostengünstig zu bauen ist. Ein Satteldach besteht aus zwei Dachflächen, die in der Mitte aufeinander treffen. Die Dachbalken (Sparren) werden paarweise angeordnet und am First miteinander verbunden. Damit die schlichte Dachfläche abwechslungsreicher wird, können Gauben (ein Dachaufbau, meist mit Fenstern) oder Erker (ein geschlossener, überdachter Vorbau) eingeplant werden. Das Satteldach eignet sich aufgrund seiner Statik lediglich für maximal 7,5 Meter breite Gebäude.

Flachdach
In den letzten Jahren gewinnt das Flachdach immer mehr an Beliebtheit. Diese Dachform findet ihren Ursprung auf Bungalows und wurde mit der Verbreitung von Passivhäusern immer stärker eingesetzt. Ihre Beliebtheit resultiert vor allem daraus, dass durch die Flachdach-Bauweise ein gesamtes Stockwerk dazu gewonnen wird und die Dachfläche für Dachterrassen oder Dachgärten genutzt werden kann. Flachdächer sind nicht exakt flach – ein leichtes Gefälle hilft Vereisung, Stehwasser und Veralgung zu vermeiden. Zusätzlich ist trotzdem eine langlebige und hochwertige Abdichtung notwendig, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden.

Pultdach
Wie das Flachdach besitzt auch das Pultdach nur eine Dachfläche. Diese ist allerdings um mehr als 10 Grad einseitig geneigt. Abhängig von der jeweiligen Neigung kann das Dachgeschoß unterschiedlich genutzt werden. Aufgrund der einfachen Form kann das Pultdach sehr kostengünstig errichtet werden. Allerdings muss hier ebenfalls auf eine gute Abdichtung geachtet werden. Zudem können Solaranlagen perfekt auf Pultdächern angebracht werden, da auch die flach einstrahlende Sonne im Winter genutzt werden kann.

Mansarddach
Das Mansarddach geht ursprünglich aus dem Satteldach hervor und besteht aus zwei oder vier geknickten Dachflächen. Es wurde vor allem deshalb entwickelt, um den Dachgeschoßausbau zu ermöglichen. Denn der obere Teil des Daches ist bei dieser Dachform nur wenig geneigt, der untere Dachabschnitt verläuft hingegen sehr steil. So entsteht viel Platz im Dachgeschoss. Aufgrund der aufwändigeren Bauweise müssen hierbei allerdings höhere Kosten eingeplant werden.

Walmdach
Das Walmdach gehört zu den ältesten Dachformen. Typisch für das Walmdach sind die 4 nach unten gezogenen Dachflächen. Verglichen mit den anderen Dachformen bietet das Walmdach den Vorteil, dass die Stabilität des Hauses erhöht wird und das Haus auf allen 4 Seiten vor Wind und Wetter geschützt wird. Ein Nachteil ist jedoch, dass sich die Nutzfläche im Dachgeschoss durch die schrägen Giebelwände deutlich einschränkt.

Dachlattung

Unter der Dachlattung versteht man alle Dachlatten, die parallel zum First (der obere Abschluss eines Hauses, an dem die Dachflächen in einer Linie zusammentreffen) verlaufen.

Auf der Dachlattung werden Dachziegel, Dachpfannen und Ähnliches befestigt. Die Dachlattung trägt also die Dachdeckung und wird entweder quer auf die Konterlattung (diese sorgt für den Mindestabstand zwischen Dachdeckung und Unterdach) oder direkt auf die Sparren angebracht.

Dämmwert

Dämmwerte sind Kennzahlen, die Auskunft über die Eignung und die Effizienz eines Wärmedämmstoffes geben. Sie dienen dazu die verschiedenen Dämmstoffe vergleichen zu können. Diese unterscheiden sich aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften und eignen sich für unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Dämmwerte geben aber auch Auskunft über die Umweltverträglichkeit der Isolierungsmaterialien. Die Wärmeleitfähigkeit und der Wärmedurchgangskoeffizient sind Beispiele für Dämmwerte.

Unsere 3Dpanel® Dämmplatten erzielen beste Dämmwerte. Hier finden Sie alle Details dazu.

Dampfdiffusion

Unter dem Begriff Dampfdiffusion versteht man — einfach ausgedrückt — die Wanderung von Wasserdampf durch einen Bauteil/Baustoff.

Wasserdampf wandert stets von der Seite des höheren Wasserdampfdruckes zur Seite des niedrigeren Wasserdampfdruckes — also vom Warmen ins Kalte. Umgelegt auf ein Gebäude bedeutet das, dass der Dampf stets von innen nach außen wandert. So können Schimmelschäden und Ansammlungen von Feuchte in der Dachdämmung entstehen.

Baustoffe können nach ihrem Diffusionswiderstand unterschieden werden: Es gibt dampfdichte Materialien wie beispielsweise Glas und Stahl, dampfbremsende/diffusionshemmende Baustoffe (zum Beispiel Bitumenpappe) und diffusionsoffene Materialien wie Ziegel oder Porenbeton. Je diffusionsoffener Baustoffe sind, desto schneller kann Wasserdampf durch sie hindurch dringen. Um die Diffusion zu verringern beziehungsweise zu vermeiden können Dampfbremsen und Dampfsperren eingesetzt werden. 

Dampfsperre und Dampfbremse

Dampfsperren und Dampfbremsen sind Folien (zum Beispiel aus Metall, Polyamid oder Polyethylen). Sie bilden die luftdichte Ebene einer Dämmkonstruktion und verringern/vermeiden die Dampfdiffusion in Gebäuden. So kann die Dachkonstruktion vor dem Eindringen von Feuchtigkeit geschützt werden.

Dampfbremsen verringern die Diffusion von Wasserdampf in den Dämmstoff. Sie sind diffusionshemmend und atmungsaktiv.

Dampfsperren hingegen unterbinden die Diffusion von Wasserdampf und sind diffusionsdicht. Zudem weisen sie keine Atmungsaktivität auf. Ein Nachteil von Dampfsperren ist, dass der Dämmstoff nicht austrocknen kann und feucht bleibt, wenn geringe Feuchtigkeit durch beschädigte Stellen in der Folie oder von außen in die Dämmkonstruktion eindringt.

3Dpanel® von Perndorfer ist besonders atmungsaktiv und benötigt deshalb keine klassische Dampfbremse.

Einblasdämmung

Die Einblasdämmung, auch als Hohlraumdämmung bezeichnet, wird vor allem zum Dämmen von Bestandsbauten eingesetzt. Dabei werden lose Dämmstoffe (entweder in Form von Flocken oder Granulat) mithilfe einer Einblasmaschine in Hohl- und Zwischenräume eingeblasen. Besonders bei schwer oder unzugänglichen Hohlräumen im Mauerwerk, im Keller und hinter der Innenraumwandverkleidung hat sich die Einblasdämmung bewährt.

Neben dem Einblasen von Dämmstoffen in Mauerwerk und Innenraumverkleidung haben sich spezielle Einblastechniken entwickelt. Darunter beispielsweise folgendes Verfahren: Auf die Sparren werden gelochte Platten gesetzt. Durch diese Löcher wird dann mithilfe einer speziellen Einblasmaschine der Dämmstoff in den dahinter befindlichen Hohlraum geblasen.

Der zentrale Vorteil dieses Dämmverfahrens ist die kostengünstige, einfache und schnelle Durchführung. Allerdings sollte eine Einblasdämmung unbedingt von einem Fachmann durchgeführt werden um schwere Mängel (beispielsweise Schimmel oder Feuchtigkeit) zu vermeiden.

Wir unterstützen Sie kraft unserer Erfahrung gerne und ergänzen Ihre 3Dpanel®Untersparrendämmung individuell mit einer Zwischensparrendämmung basierend auf dieser Technik.

Expandiertes Polystyrol (EPS) und Extrudiertes Polystyrol (XPS)

EPS-Dämmplatten und XPS-Dämmplatten sind Hartschaumplatten aus Polystyrol, die in zwei unterschiedlichen Varianten hergestellt werden: Als expandiertes Polystyrol (EPS) und als extrudiertes Polystyrol (XPS). Bekannt sind diese Hartschaumplatten auch unter den Markennamen Styropor® (EPS) und Styrodur® (XPS). Das Grundmaterial beider Dämmplatten ist gleich, der Unterschied zwischen EPS und XPS liegt lediglich im Herstellungsprozess begründet.

Für Styropor® (EPS) wird das Polystyrol-Granulat mit Wasserdampf und einem Treibmittel (Pethan) behandelt. Dabei blähen sich die Körner stark auf — sie expandieren. Die daraus entstandenen Perlen werden daraufhin ein zweites Mal aufgeschäumt und miteinander verschweißt, um dann die bekannten EPS Platten zu erhalten.

Im Unterschied dazu wird Styrodur® (XPS) extrudiert. Dafür wird das Polystyrol geschmolzen und anschließend mithilfe eines Treibmittels (Kohlendioxid) durch eine Düse auf ein Fließband aufgetragen, aufgeschäumt und in Platten gepresst. Die Herstellung von XPS ist allerdings deutlich energieintensiver als die von EPS.

Nicht nur in der Herstellung unterscheiden sich EPS und XPS — auch optisch können die beiden Dämmstoffe von einander abgegrenzt werden: Beim Styropor® (EPS) sind die einzelnen Perlen deutlich zu erkennen wohingegen sich Styrodur® (XPS) durch eine gleichmäßige Schaumstruktur auszeichnet.

Für die Dämmung Ihres Daches verwenden wir von Perndorfer bei unserem 3Dpanel® eine innovative und weiterentwickelte Variante des Dämmstoffklassikers Styropor®: Für unsere Dämmplatten setzen wir Neopor® ein. Damit schonen wir die Umwelt und bieten Ihnen gleichzeitig optimale Dämmwerte.

Lambda-Wert

Der Lambda-Wert beschreibt die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes und ist das wichtigste Kriterium für die Beurteilung von Dämmstoffen. Mehr Infos zum Lambda-Wert finden Sie im Lexikon unter „Wärmeleitfähigkeit“.

Luftwechselrate

Die Luftwechselrate ist eine Kennzahl für den Zuluftvolumenstrom der Raumluft bezogen auf das Bauvolumen von Gebäuden. Mithilfe dieser Kennzahl kann beschrieben werden, in welchem Ausmaß das Luftvolumen im Raum durch die Belüftung zugeführt und/oder ausgetauscht wird. Sie ist vor allem in der Belüftungstechnik und der Heiztechnik von Bedeutung.

Berechnet wird die Luftwechselrate wie folgt: Der als Frischluft zugeführte Luftvolumenstrom in Kubikmetern pro Stunde wird durch das Luftvolumen des Raums dividiert. Ergibt sich dann beispielsweise eine Luftwechselrate von 2/h bedeutet dass, das durch die Belüftung des Raumes pro Stunde das Doppelte des Luftvolumens im Raum zugeführt/ausgetauscht wird.

Neopor

Der Dämmstoff Neopor® ist eine Weiterentwicklung und Verbesserung des klassischen expandierten Polystyrols (EPS, Styropor®). Für die Herstellung von Neopor® wird der Rohstoff durch Wasserdampf aufgeschäumt und anschließend in speziellen Formen verschweißt. Zudem enthält Neopor® Graphitteilchen, die als Absorber beziehungsweise Reflektoren wirken.

Dank dieses einzigartigen Verarbeitungsprozesses wird, verglichen mit herkömmlichen EPS/Styporpor®-Platten, ein bis zu 20 Prozent besserer Wärmeschutz erzielt. Darüber hinaus ist Neopor® deutlich dünner und ermöglicht somit mehr Gestaltungsspielraum bei der Planung und erhält nutzbaren Wohnraum bei gleichzeitig effizienter Dämmung.

Unser 3Dpanel® besteht ebenfalls aus Neopor® und vereint somit alle Vorzüge des einzigartigen Dämmstoffs für Sie.

sD-Wert und Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl

Der Wasserdampfdiffusionswiderstand (auch Dampfsperrwert genannt) beschreibt den Widerstand, den ein Dämmstoff der Diffusion entgegensetzt. Einfach ausgedrückt: Der Wert gibt also an, wie stark der Wasserdampf innerhalb eines Dämmmaterials auf seinem Weg von der warmen zur kalten Seite gebremst wird.

Ausgedrückt wird die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl mithilfe des µ-Werts. Je kleiner der µ-Wert desto leichter wird der Dämmstoff vom Wasserdampf durchdrungen.

Aus dem Wasserdampfdiffusionswiderstand kann in weiterer Folge der sd-Wert berechnet werden: Der Wasserdampfdiffusionswiderstand (µ) wird dafür mit der Dicke des Dämmmaterials in Metern multipliziert. Im Gegensatz zum Wasserdampfdiffusionswiderstand berücksichtigt der sd-Wert somit auch die Dicke des Dämmstoffes und definiert seine Eignung als Dampfbremse.

Der sd-Wert wird in Metern ausgedrückt. Hier gilt ebenfalls: Je niedriger der sd-Wert des Dämmstoffes, desto leichter kann der Wasserdampf durch den Baustoff durchdringen. Umgekehrt bedeutet ein höherer sd-Wert, eine höhere Wasserdampfundurchlässigkeit.

Sparren

Als sogenannte Sparren bezeichnet man Balken oder Träger des Dachstuhls die von der Traufe (Ende des Daches, die Regenrinne) bis zum First verlaufen. Sparren tragen die Dachhaut und die Dacheindeckungsmaterialien (Dachziegel, Dachsteine, Schiefer, Dachplatten, …).

U-Wert/Wärmedurchgangskoeffizient

Der U-Wert (früher auch als K-Wert bezeichnet) beschreibt den Verlust von Wärme beziehungsweise den Durchgang der Wärme durch ein Bauteil. Dieser Wärmeverlust kann beispielsweise durch Wärmebrücken entstehen. Beim Hausbau beziehungsweise beim Dachbau sollte der U-Wert der Baustoffe bereits berücksichtigt werden und vor allem Materialien mit kleinem U-Wert eingesetzt werden.

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) wird in W/(m²K) angegeben und drückt aus, wie groß die Wärmemenge (in Watt) ist, die pro Stunde durch einen Quadratmeter Materialschicht durchtritt, wenn auf beiden Seiten der Schicht verschiedene Temperaturen vorliegen.

Ein niedriger U-Wert bedeutet nicht nur einen sehr guten Wärmeschutz und eine bessere Dämmleistung, er bewirkt auch langfristig niedrige Heizkosten und steigert den Wohnkomfort.

Eingesetzt werden U-Werte zur Berechnung von Wärmeverlusten von Gebäuden, zur Berechnung des Energieausweises und zur Berechnung der Heizlast.

Ein U-Wert von unter 0,1 W/m²K gilt als sehr niedrig. Wir erzielen mit 3Dpanel® für Ihr Dach sogar U-Werte bis 0,06 W/m²K. Hier finden Sie mehr über die Vorzüge unseres einzigartigen Dämmsystems.

Untersparrendämmung

Die Variante der Untersparrendämmung ist eine spezielle Form der Innendämmung. Meistens wird sie in Kombination mit einer Zwischensparrendämmung durchgeführt um noch bessere Dämmwerte zu erzielen. Für die Untersparrendämmung werden die Dämmmaterialien auf der Unterseite der Dachsparren angebracht. Mehr Informationen zu den Vor- und Nachteilen der Untersparrendämmung finden Sie hier.

Wärmebrücken

Wärmebrücken sind Bereiche im Haus mit sehr niedriger Oberflächentemperatur. Die feuchte Raumluft kondensiert an diesen kühlen Stellen, dadurch wird die Oberfläche feucht und es bildet sich Schimmel. Zudem verursachen Wärmebrücken einen höheren Heiz-/Energiebedarf im Gebäude.

Unterschieden werden kann zwischen:
geometrischen Wärmebrücken: einer kleineren wärmeliefernden Fläche steht eine größere wärmeabgebende Fläche gegenüber (zum Beispiel bei Innen- und Außenecken von Gebäuden, bei Vorsprüngen von Außenwänden)
konstruktiv-materialbedingten Wärmebrücken: aufgrund von Materialien mit unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit (zum Beispiel: Heizkörpernischen, Fenster- und Türanschlüsse, Mischmauerwerk,…)

Bei Dachdämmungen kommen Wärmbebrücken häufig bei Holzunterkonstruktionen wie zum Beispiel Aufdoppelungen oder Kanthölzern vor.

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes ist die wichtigste Voraussetzung für die Qualität und die wärmedämmende Wirkung eines Dämmmaterials. Mithilfe des Lambda-Werts (λ) kann diese Wärmeleitfähigkeit ausgedrückt werden. Sie beschreibt:

welche Wärmemenge von einer Seite eines Dämmstoffes (mit 1 m2 Fläche und 1 m Dicke) bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin (entspricht 1° Celsius) zwischen den Seiten in 1 Sekunde zur anderen Seite geleitet wird.

Lambda λ wird dabei in Watt pro Meter und Kelvin angegeben: W/(m*K)
Dabei gilt: Je geringer die Wärmeleitfähigkeit (λ) ist, desto besser ist die Wärmedämmwirkung.

Abhängig vom Lambda-Wert ist auch, ob man von Dämmstoffen sprechen darf. Erst wenn der Lambda-Wert des Dämmmaterials kleiner als 0,1 W/(m*K) ist, wird der Begriff Dämmstoff verwendet. Herkömmliche Dämmstoffe haben meist einen Lambda-Wert von 0,025 bis 0,040 W/(m*K).

Ausgehend von Lambda können in weiterer Folge der Wärmedurchlasskoeffizient und der Wärmedurchlasswiderstand berechnet werden.

Zwischensparrendämmung

Die Zwischensparrendämmung ist das am häufigsten eingesetzte Dachdämm-Verfahren. Dabei werden die Zwischenräume zwischen den Dachsparren mit Dämmmaterial ausgefüllt. Mehr Informationen zu den Vor- und Nachteilen der Zwischensparrendämmung finden Sie hier.

Baumeister & Geschäftsführer Christian Perndorfer

Haben Sie Fragen?
Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung

Rufen Sie mich an: +43 732 / 29 99 00
oder Schicken Sie mir eine Nachricht

Share via
Copy link
Powered by Social Snap